Wohnkultur Reichenbergs

Der Wandel der Wohnkultur während des 19. Jahrhunderts ist eng verbunden mit der Entwicklung der Stadt und der eindeutigen Erhöhung des Lebensstandards, vor allem in Unternehmerkreisen.

Als Vorzeichen des sich erhöhenden Wohlstands kann man seit Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts das mehrstöckige steinerne Bürgerhaus betrachten, das im klassizistischen Stil und in den Formen des Empire gebaut wurde und für die Reichenberger Architekten typisch war. Der Antritt des Historizismus um die Hälfte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt sich vor allem bei den Villen, die zu repräsentativen Sitzen des wohlhabenden Bürgertums wurden. 1894 wurde die ,,Gemeinnützige Baugesellschaft“ gegründet, in der mehrere hervorragende Architekten arbeiteten. Den Vorsitz führte Ernst Schäfel Baumeister in Reichenberg. Bis zum Ende des 19.Jahrhunderts entstand eine Reihe von Neorenaissance-Villen im romantisierenden Geiste mit vielen Türmchen und plastischen Ergänzungen. Mit dem Bau entwickelte sich auch die Produktion der Inneneinrichtungen, die oft sehr kostspielig gestaltet wurde. Wohlgepflegte Gärten kultivierten das Milieu.

02-villa-ullrich  Ulrich Villa

03-gerhardvilla  Gerhard Villa

 

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