Reichenberg: Bericht über die Vorstandstagung

Reichenberg: Der Vorstand des Heimatkreises Reichenberg hat während seiner Tagung im September in Reichenberg viele neue Eindrücke gewonnen und gute Gespräche geführt. Hier eine Zusammenfassung der Reise.

Klaus Hoffmann und Bruno Klemsche nutzten die Fahrt um im Sudetendeutschen Büro in Prag Zwischenstation zu machen und sich mit Büroleiter Peter Barton auszutauschen. Kirchenrestitution, Neuwahlen und Mehrwersteuererhöhung sind nur einige Themen, die während des Besuchs besprochen wurden. Am Kleinseitner Ring beherbergt hält das Büro direkten Kontakt mit den Vertretern aus Politik, Wirtschaft und anderen Institutionen. Peter Barton ist auch gerne bei der Organisation von Reisen nach Prag behilflich. Alles in allem ein aufschlußreicher Besuch im Sudetendeutschen Büro.

Noch am Nachmittag trafen sich alle Vorstandsmitglieder, begleitet von den Ehrenkreisräten Seeliger und Appelt im Goldenen Löwen zu einer Vorstandssitzung. 

Am Abend traf sich die Delegation mit Vertretern des Verbandes der Deutschen zu einem ersten Meinungsaustausch. Hier wurden die Themen, die am nächsten Tag im Rathaus oder im Museum diskutiert werden sollten, vorberaten.

Am Freitag empfing uns die seit 2011 regierende Primatorká Rosenbergová. Klaus Hoffmann, der begleitet von Bruno Klemsche und Wolfgang Richter den Heimatkreis vertrat und Krista Blaževičová mit Erwin Scholz für den Verband der Deutschen brachten Frau Rosenbergová neben Wünschen auch einige Anregungen mit. Sie zeigte sich sehr aufgeschlossen und der Verband wird sich verstärkt beim weiteren Aufbau deutschsprachiger Kindergärten einbringen. Wir erinnerten an die erfolgreiche Arbeit des Verbandes, die sich hervorragend mit den Überlegungen der beiden Städte Reichenberg/Liberec und Zittau zum Ausbau von mehrsprachigen Kindergärten verbinden lassen. Andere Themen waren die Kulturtage 2013 in die der Heimatkreis sich wieder einbringen wird und die in Reichenberg stattfinden werden, sowie der Sudetendeutsche Tag in unserer Patenstadt Augsburg, zu dem wir sie eingeladen haben. Weitere Themen bedürfen nun der Abstimmung.  Zu diesen gehören die Anbringung von Gedenktafeln an wichtigen Orten in der Stadt und die gemeinsame Darstellung der gemeinsamen Geschichte der Stadt unter dem Jeschken.

 
Nach einem Besuch bei Fotograf Drahanovski trafen sich alle Vorstandsmitglieder im Museum. Ein kleiner Kreis traf den neuen Direktor. Auch hier erneuerten wir unsere lange bestehenden Kontakte und besprachen konkrete zukünftige Projekte.
Vom Museum führte uns der Weg zum jüdischen Friedhof und zum Mahnmal des Holocaust. Nach einer Führung durch das Gelände versammelten wir uns und gedachten der Toten.

Anschließend besuchten wir die Galerie, die nach Fertigstellung des Umbaus des Franz-Joseph-Bades dorthin umziehen soll. 

Am Smastag beteilgte sich der Vorstand an der Jahreshauptversammlung des Verbandes. Das erste Jahr unter der neuen Vorsitzenden ist vorüber und sie erstatte ihren Bericht. Danach gab es Mundartvorträge und Musik.

Neben den bereits genannten Programmpunkten stand ein ausgiebiger Besuch des Begegnungszentrums und des Friedhofs an der Ruppersdorfer Straße auf dem Programm. Der Friedhof ist ordentlich hergerichtet. In zwei Ecken liegen Grabsteine und Figuren. 

Der Vorstand

 

Den Bericht von der Stadtverwaltung in Reichenberg/Liberec sehen Sie hier.

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