NACHRICHTEN AUS DER HEIMAT Dezember 2010

NACHRICHTEN AUS DER HEIMAT

Liebe Heimatfreunde und Heimatfreundinnen,

der Dezember ist ein Monat, wo man sich in der Adventszeit für die Weihnachtsfeiertage vorbereitet und versucht, alle Reste noch in diesem Jahre zu erledigen, damit man das neue Jahr mit „reinem Schild“ anfangen kann. Dazu wünsche ich allen genug Zeit und auch einige Minuten für das Reichenberger Heimatblatt.

 

BRIEFMARKEN

Reichenberg wandert freudig durch die Welt, es reicht ablecken und weitersenden. Dafür können die Briefmarken. In der Serie „Schönheiten unserer Heimat“ wurde im vorletzten Jahr auf der Briefmarke im Werte von 12 Kronen die größte Dominante der Region, der Jeschken mit dem Berghotel und Fernsehsender, ausgedruckt.

Reichenberg erschien nicht nur auf den Briefmarken. Das Motiv des Reichenberger Rathauses geriet im Jahre 2002 sogar auf die Korrespondenzkarten. Es entstanden zwei Arten, die eine wurde für Versendung nach Ausland, die zweite nach Inland bestimmt.

HOCHWASSER IM REICHENBERGER BEZIRK – ERGÄNZUNG

Der August 2010 brachte nur Riesenzerstörung. Es wurden auch 3.000 ha Wiesen und landwirtschaftlicher Boden überschwemmt. Insgesamt wurden im Bezirk 1.800 Soldaten mit 360 Stück Schwertechnik eingesetzt. Zu Hilfe sind auch 1.770 Feuerwehrmänner aus dem ganzen Land mit der Schwertechnik und 750 Polizisten angekommen. Bei Menschensbergungen haben mehr als 200 Rettungskräfte und sieben Hubschrauber geholfen. Um das Zuhause sind auf 2.000 Menschen gekommen.

Das zerstörende Hochwasser war dennoch nicht das schlimmste. Es hat sie die Katastrophe in Juli 1897 übertroffen. Damals fielen 354 mm Niederschläge und dieser Rekord wurde in ganz Europa noch nicht überbietet. Von ähnlicher Katastrophe schützte die Region nur System von sechs Staudämmen im Isergebirge. Falls wäre auch die siebente Stausperre in Buschullersdorf fertig gebaut, musste angeblich zu so umfangreicher Katastrophe überhaupt nicht kommen.

KIRCHE AM KEILSBERG

Die Kirche der Maria Magdalena am Keilsberg wurde im Oktober einige Tage als Bühne für das Theaterprojekt „Die große Inventur“. Es handelte sich um ein Festival der gegenwärtigen szenischen Bildung, dessen Zentrum diese entweihte Kirche wurde, die dazu auf dem untraditionellen Ort auf den Zuschauer auch mit der spezifischen Stimmung der Raumfläche, die sonst zu ganz anderen Zwecken dient, wirkte. Es wurde auch bildende Werkstatt verwirklicht, die auf Lichtobjekte aufgerichtet war. Das Festival beendete ein Konzert der Musikkapelle Furré.

WAHLEN

Mitte Oktober wurde in der Tschechei die Kommunal- und Senatswahl durchgeführt. In Reichenberg siegte mit 20,63 % Stimmen die politische Partei „‚Veränderung für Reichenberg“, die nach 20 Jahren die „Bürgerliche demokratische Partei“ ausgewechselt hat. So hat die neue Partei 9 Sessel von 39 in der Stadtverwaltung bekommen und das Rathaus haben hiermit die größten Kritiker der ehemaligen Verwaltung beherrscht. Der Vorsitzende der Siegespartei, Jan Korytář, wurde auch mit 9.925 Stimmen als Nummer 1 auf der Kandidatenliste gewählt. Ob er auch nach dem 11. November in der Verhandlung der Stadtverwaltung als neuer Bürgermeister der Stadt Reichenberg erwählt wird, kann man jetzt nur spekulieren. In diesem Fall wird er mit dem ehemaligen Bürgermeister Jiří Kittner, der am Rathaus 11 Jahre regierte. das Amt tauschen. Nur die Initialen der Beiden bleiben dann identisch…

Die Wählerzahl in Reichenberg war 34.980. Anteil an der Wahl war 43,6 %.

Die Senatwahl musste die nächste Woche wiederholt werden, weil niemand von den Kandidaten die überhälftige Stimmrechtsmehrheit bekommen hat.

Im Begegnungszentrum wurde wieder die Wahl von Bürgern des 16. Stadtgebiets durchgeführt, von 606 Wahlberichtigten habe ich mit weiteren fünf Mitgliedern der Wahlkommission mehr als 50 % abgefertigt.

Eine schöne Adventszeit und guten Rutsch in das neue Jahr 2011 wünscht allen herzlich

Dagmar Neumann.

Posted in Aktuelles, Reichenberg heute Liberec.

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