Ein Blick in die Geschichte Reichenbergs

Ereignisse die sich 2009 jährten

1469: Reichenberg wird von den Truppen von Jiri von Podebrad niedergebrannt.

1579: Urban Hoffmann wandert aus Seidenberg in Reichenberg als erster Tuchmacher ein; noch im selben Jahr erhalten er und Christoph Krause aus Friedland das erste Zunftsiegel.

1599: der Tuchmacherzunft von Reichenberg werden Privilegien erteilt; Melchior von Redern gibt den Tuchmachern die erste Zunftordnung.

1609: Gründung von Katharinberg (heute Liberec XVII).

1619: erhalten die Tuchknappen die erste Knappenordnung.

1679: erste Erwähnung einer Apotheke in Reichenberg, die sich wahrscheinlich in der Schückerstrasse befand und dessen Inhaber Ferdinand Alexius war.

1789: Reichenberg wird bei einer neuen Häusernummerierung in vier Stadtviertel unterteilt

25.06.1819: Ignaz Ginzkey wird in Maffersdorf geboren – †03.06.1876 in Maffersdorf, Textilfabrikant; lieferte 1924 u.a. die damals größten Teppiche der Welt an das Waldorf-Astoria-Hotel in New York.

1849: Gründung des „Vereine der Naturfreunde“.

1859: Gründung des städtischen Gaswerkes.

1859: der erste Zug trifft in Reichenberg ein. Zwischen Zittau und Reichenberg wird der regelmäßige Eisenbahnverkehr aufgenommen.

1859: die vollständige Gewerbefreiheit wird eingeführt.

27.06.1869: in Franzensbad stirbt Ehrlich Ritter von Treuenstätt, Ludwig; *06.07.1810 in Reichenberg), Apotheker und Bürgermeister; Von-Ehrlichs-Reichenberger-Löwen-Apotheke, bereits 1791 in Reichenberg gegründet und noch heute unter dem Firmennamen VERLA-PHARM als pharmazeutische Fabrik weitergeführt in Tutzing am Starnberger See.

19.7.1869: im Gasthof „Am Feldschlösschen“ (gegenüber dem Krankenhaus) wird der Allgemeine Arbeiterverband mit sozialdemokratischen Programm gegründet.

1879 Bau der Rudolfschule, später Volksschule in der Schützenstrasse (Baukosten 142.989 fl.).

1889: der Bau der Synagoge (erbaut in italienischer Frührenaissence), ein Projekt von Karl König wird abgeschlossen. Im November 1938 wird er während der sog. „Reichskristallnacht“ zerstört.

1899: das II. und III. Bataillon IR 74 beziehen die neue Kaserne.

1909: Errichtung der Jeschkenrodelbahn.

1919: Gründung der ersten tschechischen Bürgerschule und der ersten tschechischen Fachschule (Staatliches Reform-Realgymnasium).

1919: Gründung des Tiergartens. Er ist der älteste Zoo in der Tschechischen Republik. (Beachten Sie bitte auch den Bericht über den 90. Geburtstag von Walter Zluwa im Jeschken-Iser-Jahrbuch 2009)

4.März 1919: Massenkundgebungen im ganzen Sudetenland, einberufen von den Sozialdemokraten; „Josef Seliger spricht in Teplitz-Schönau: „ … Uns führt nicht Haß gegen das tschechische Volk zusammen … Nur die Liebe zu unserem Volke, zu unserer Freiheit und zu unserem Rechte ist es, die uns heute zusammenführt … Es gab einen Augenblick, wo das tschechische Volk uns mit großer Aussicht auf Erfolg die Hand zur Verständigung hätte reichen können: wenn die Vertreter des tschechischen Volkes nach dem Zusammenbruch der österreichischen Monarchie an uns herangetreten wäre, um gemeinsam mit uns ein freies Gemeinwesen unter gegenseitiger Achtung des Rechtes zu begründen, so hätte vielleicht damals das echo aus Deutsch-Böhmen nicht lange auf sich warten lassen. Aber unter solchen Umständen, wie die Machthaber des tschechischen Volkes ihren Staat heute begründen wollen, ist ein Zusammenwirken nicht möglich …“

Die Ereignisse des 4. März sind bekannt. In Reichenberg wurde auch scharf geschossen, als der Altstädter Platz von Zehntausenden friedlich Demonstrierenden geräumt wurde, jedoch gingen die Schüsse, nicht wie in anderen Städten, über die Köpfe hinweg.“

1919: Gründung des Textilbetriebes Kraus & Hoffmann Hettwer mit bis zu 800 Beschäftigten.

24.08.1919: Hartmann, Egon, Dr. Ing. wird in Reichenberg geboren; Diplomarchitekt und Stadtplaner; Schöpfer des „Reichenberger Brunnens“ in der Patenstadt Augsburg.

1919: Dr. Helmut Berndt wird in Reichenberg geboren – †1994 in Seesen/Harz, wohnhaft in Reichenberg Sonnengasse, Weltmeister im Rennrodeln Januar 1960 in Garmisch-Partenkirchen.

1929: Bürgermeister Dr. med. Franz Bayer tritt nach 36 jähriger Amtszeit ab; sein Nachfolger wird Carl Kostka.

25. April 1929: Herbert Schmidt-Kasper wird geboren; Schriftsteller (u.a. Wie Rauch vor starken Winden), Preisträger u.a. Förderpreis des Sudetendeutschen Kulturpreises 1959, Staatsförderpreis des Landes Bayerns 1969) gestorben??? Ossi fragen

1929: die erste Ausgabe des Reichenberger Tagesboten erscheint.

06.10.1929: in Reichenberg wird Dr. Ing. Dieter Kind geboren; Ehemaliger Präsident der Physikalisch-Technische Bundesanstalt

1.5.1939: die umliegenden Ortschaften (Röchlitz, Oberrosenthal, Niederhanichen, Johannesthal, Franzendorf, Rosenthal I, Altpaulsdorf, Neupaulsdorf, Ruppersdorf, Alt – und Neuharzdorf) werden zu Reichenberg eingemeindet, wodurch Groß-Reichenberg mit einer Einwohnerzahl von 70.567 Einwohnern zur bevölkerungsreichsten Stadt im Sudetenland wird.

24.05.1939: in Reichenberg stirbt Theodor Liebieg (*15.05.1872) Enkelsohn von Johann Liebieg;

1949: Reichenberger Bundestreffen in Rosenheim; erstes Treffen in größerem Rahmen, Besucher aus allen Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Auf An­trag von Franz Rubner wird der Reichenberger Gemeinde­rat gegründet. Vorsitzender wird Oberstleutnant a.D. Franz Tittelbach.

1949: Darmstadt; Zweites Treffen für die in Hessen lebenden Landsleute. Ap­pell zur Sammlung aller Sudetendeutschen in der Sudeten­deutschen Landsmannschaft.

Geboren am 20. Dezember 1877 in Pola, gestorben am

11. 04.1959: wird Oberstleutnant a. D. Franz Tittelbach in Oberdorf geboren; Vorsitzender des Heimatverbandes Reichenberg von 1949 bis 1953. Regimentskommandeur des Infantrieregimentes 94 Reichenberg im I. Weltkrieg.

1969: Reichenberger Bundestreffen in Ludwigsburg

1979: das Kaufhaus am Tuchplatz (Tesco stores) wird mit 11.000 m² Verkaufsfläche schrittweise übergeben. Projekt: Karel Hubacek

1979: Reichenberger Bundestreffen in Mainz

1989: Gemeindetreffen an verschiedenen Orten, Stadt­treffen in Memmingen

1999: Reichenberger Bundestreffen in Zittau; erstmals in Heimatnähe in Zittau/Olbersdorf ge­meinsam mit Heimatkreis Deutsch-Gabel/Zwickau. Schirm­herrschaft: OB Dipl.-Ing. oec. Jürgen Kloß, Zittau. Festrede: MdL Werner Hubrich, Landesvorsitzender BdV Sachsen.

1000 Teilnehmer wurden gezählt und eine große Anzahl in der Heimat verbliebener Deutsche nahmen daran teil. 7. Deutsch-Tschechische Kulturtage in Reichen­berg.; Reichenberger Puppentheater in Augsburg. Anläßlich der Augsburger Puppenspieltage trat das Reichen­berger Puppentheater im „Abraxas“ in Augsburg mit „Ali-Baba und die 40 Räuber“ vor ausverkauftem Haus auf. Zugegen waren auch der Reichenberger OB und 2 Kollegen.

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