50 Jahre Beurkundung der Schirmherrschaft Bayerns über die Sudetendeutsche Volksgruppe

Anlässlich der Gedenkfeier zum fünfzigsten Jahrestag der Beurkundung der Schirmherrschaft Bayerns über die Sudetendeutsche Volksgruppe reiste der Vorsitzende des Heimatkreises Reichenberg mit seinem Stellvertreter nach München. An der Gedenkfeier in der Bayerischen Staatskanzlei nahmen über 400 Gäste teil. Frau Ministerin Haderthauer eröffnete den Abend, ehe Volksgruppensprecher Bernd Posselt, MdEP, und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer das Wort ergriffen.

Der Vorsitzendes des Heimatkreises nutzte die Gelegenheit sich mit einigen Anwesenden asuzutauschen, sowie sich auch kurz mit Ministerpräsident Seehofer über die aktuelle Situation in Baden-Württemberg auszutauschen.

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Schirmherrschaftsurkunde

Pressemeldung des Bayerischen Staataministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen:

„50 Jahre verbriefte Schirmherrschaft sind ein Zeichen für die vertrauensvolle und enge Verbundenheit des Freistaates Bayern mit der Sudetendeutschen Volksgruppe. Für uns in Bayern ist damit auch ein klarer Auftrag für die Zukunft verbunden: Wir bleiben für unsere Deutschen aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, ein verlässliches Schirmland“, so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer heute in München zum 50. Jahrestag der Beurkundung der Schirmherrschaft Bayerns über die Sudetendeutsche Volksgruppe.

Haderthauer weiter: „Die Sudetendeutschen waren und sind ein Gewinn für Bayern und Bayern ist ein solidarisches Schirmland für die Sudetendeutschen. Der Freistaat hat stets ein Ziel bei der Ausübung der Schirmherrschaft verfolgt: die Sudetendeutschen in ihrem kulturellen Selbstbehauptungswillen zu stärken. Das ist gelungen. Das Sudetendeutsche Haus ist die Stein gewordene Manifestation der Schirmherrschaft. Die beiden sudetendeutschen Regionalmuseen, das Egerland-Museum in Marktredwitz und das Isergebirgsmuseum in Neugablonz, sind lebendiger Ausdruck des kulturellen Selbstbewusstseins der Volksgruppe. Und was mich freut: Die Planungen für ein Sudetendeutsches Landesmuseum sind weit vorangeschritten. Bayern hält Wort: Wir fördern das Vorhaben tatkräftig.“

Haderthauer lobte das Eintreten der Volksgruppe in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: „Die Sudetendeutschen sind konsequent den Weg von Begegnung, Dialog und Verständigung gegangen. Sie sind diesen Weg gegangen auf Basis der historischen Wahrheit. Sie sind wahre Brückenbauer für ein zusammenwachsendes Europa.“

Vor 50 Jahren, am 7. November 1962, unterzeichnete der Bayerische Ministerpräsident Dr. Hans Ehard die Schirmherrschaftsurkunde und überreichte sie in der Staatskanzlei dem damaligen Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe. Anlässlich dieses Jubiläums findet im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei heute Abend ein Festakt statt. Die Betreuung der Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedler ist bereits seit 1954 dem Geschäftsbereich des bayerischen Arbeits- und Sozialministeriums zugeordnet.

 

 

 

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