Verleihung des Kulturellen Förderpreises 2016 für Bildende Kunst der Sudetendeutschen Landsmannschaft an Stefan Klein, M.A.

Enkel des bekannten Karikaturisten Hans Müksch wurde in München geehrt

Förderpreisträger Stefan Klein mit Hans Pieke (links) und Urd Rothe (rechts)

Weit über das Allgäu hinaus bekannt ist Hans Müksch. Den Lesern der Zeitungen im Bayerischen Allgäu war er sicher bekannter als „Kleschpes“. Auf Antrag des Heimatkreises Reichenberg erhielt am 15. Januar sein Enkelsohn Stefan Klein den Kulturellen Förderpreis für Bildende Kunst der Sudetendeutschen Landsmannschaft verliehen.

Stefan Klein wurde 1983 in Memmingen geboren und wuchs in Türkheim auf. Nach seinem Abitur leistete er Zivildienst in einer Fördergruppe für körperlich und geistig Schwerstbehinderte in der Regens-Wagner Einrichtung in Holzhausen. Wie er selbst sagt sollte diese Zeit prägend sein für seinen späteren Lebensweg. 2011 schloss er sein Studium der Kunstvermittlung und Soziologie mit dem Magister Artium (M.A.) in Würzburg ab. Nach seinem Studium arbeitete er in Berlin und am berühmten Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Schon während des Studiums und auch während seiner Zeit in Berlin und am Vitra Design Museum widmete er sich seinem künstlerischen Wirken. Verschiedene Stipendien und Programme führten Stefan Klein an die Hochschule für Künste (HKB) nach Civitella, Castiglione (It), St. Jean de Fos (Fr) und New York (USA). Bereits 2011 gründete er mit Heidi Fuchs den Design und Künstlerzusammenschluss Katharsis und Tumult, der bereits bei zahlreichen Ausstellungen und Aktionen auf sich aufmerksam machte.

In verschiedenen nationalen und internationalen Ausstellungen wurden seine Werke ausgestellt. U.a.im 2. Berliner Herbstsalon des Gorki Theaters, dem Pact Zollverein in Essen oder dem Haus für elektronische Künste in Basel. Im Jahr 2015 gewann er den Sheffield International Artist’s Book Prize und wurde mit dem Hochschulpreis der Bauhaus Universität für beste künstlerische Arbeit ausgezeichnet. Werke von Stefan Klein finden wir in den Sammlungen der MoMa – Museum of Modern Art, New York (USA), Tate Gallery, London (UK), MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien (Österreich), Albertina, Kunstmuseum Wien (Österreich) und in Weserburg, Museum für moderne Kunst, Bremen.

Klaus Hoffmann, Vorsitzender des Heimatkreises Reichenberg, gratuliert „Ich freue mich, dass Stefan Klein den Förderpreis der Landsmannschaft erhält. Er hat bereits in jungen Jahren seine künstlerische Qualität unter Beweis gestellt. Wir sind auf seinen weiteren Lebensweg gespannt, den wir gerne verfolgen.“ Der Heimatkreis Reichenberg, eine Heimatgliederung in der Sudetendeutschen Landsmannschaft hat seinen Sitz in Augsburg. Augsburg übernahm bereits 1955 die Patenschaft über die aus Reichenberg vertriebenen Deutschen. Kulturelle und wirtschaftliche Verknüpfungen und Gemeinsamkeiten waren Anlass der Patenschaftsübernahme. Unter anderem stammen die beiden Stadttheater in Augsburg und Reichenberg/Liberec von den gleichen Architekten. Klaus Hoffmann ergänzt „Stefan Klein tritt die Nachfolge berühmter Kinder Reichenbergs an. Edmund Nick, Harald Kreutzberg und viele weitere international bekannte Künstler stammen aus der nordböhmischen Metropole unterm Jeschken.“

Die Preisverleihung fand bereits am 15.01.2017 im Sudetendeutschen Haus in München statt. Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe übergab den Förderpreis im Beisein von Urd Rothe und Hans Pieke.

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