Tag der Heimat 2013: „Unser Kulturerbe, Reichtum und Auftrag“

Tag der Heimat 2013: „Unser Kulturerbe, Reichtum und Auftrag“. In Murrhardt sprach der Vorsitzende des Heimatkreises Reichenberg in seiner Funktion als stellvertretender Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft zum Tag der Heimat.

Bürgermeister Mößner eröffnete die Veranstaltung am Gedenkstein für die Heimatvertriebenen in Murrhardt. Er begrüßte die Anwesenden, dankte für das vielzählige Erscheinen der Heimatvertriebenen und des Stadtrates. Er hob die Bedeutung des Tages der Heimat hervor und stellte Flucht und Vertreibung in einen aktuellen Kontext.

Klaus Hoffmann ging auf das Motto des Tages 2013 näher ein und beleuchtete es von verschiedenen Seiten. 

Das reiche deutsche kulturelle Erbe gilt es zu wahren. Die Förderung des deutschen Kulturerbes der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler ist in §96 des Bundesvertriebenengesetzes festgeschrieben. Ein Dauerauftrag an Bund und Länder, wie Baden-Württembergs Innenminister Gall zuletzt betonte. Hier investierten Bund und Land, aber auch die deutschen Heimatvertriebenen in den letzten Jahren hohe dreistellige Millionenbeträge.

Die Einführung eines zentralen Gedenktages rückt immer näher. Nachdem Bayern für 2014 die Einführung vorsieht, hat sich Hessen diesem angeschlossen und auch Bundesebene wurde ein Gedenktag nun im Bundestag verabschiedet.

Nach wie vor ungeklärt ist die Forderung des BdV nach einer humanitären Geste für deutsche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Das hohe Alter der betroffen schreit förmlich nach einer Lösung.

Die Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ schreitet voran. In Berlin wurden am Deutschlandhaus erste zeichen sichtbar. 

Das „Zentrum gegen Vertreibungen“ macht ebenfalls gute Fortschritte. Die Wanderausstellungen werden in ganz Deutschland gezeigt.

Auch die 60 Jahrfeier zum Bundesvertriebenengesetz erwähnte Klaus Hoffmann. Das BVFG war eines der wichtigsten Gesetze der Nachkriegszeit und hat entscheidenden Einfluss genommen auf die Integration der Heimatvertriebenen in die noch junge Bundesrepublik Deutschland. Heute erfüllt es andere Zwecke und ist zur Daueraufgabe für die politisch Verantwortlichen geworden.

Dass die letzte Änderung auch spürbare Erleichterung für Spätaussiedler brachte ist eine erfreuliche Nachricht.

Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass in Ungarn, Rumänien und Serbien die Nachkriegsgeschichte aufgearbeitet wird. Dort gibt es bereits Gedenktag, Restitutionsansprüche oder Entschädigungszahlungen. In der Tschechsichen Republik sind die anstehenden Neuwahlen abzuwarten. Die Hoffnung besteht, dass der eingeschlagenen Weg der Annäherung weiterverfolgt wird.

Klaus Hoffmann bendete seine Ansprache mit den Worten: „Das deutsche Kulturgut ist von unschätzbarem Wert. Es ist unser aller Aufgabe dieses zu bewahren, zukünftigen Generationen unser Wissen zu vermitteln und uns weiterhin einzusetzen für ein geeintes Europa.“

Posted in Aktuelles, Aus der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

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