Der Sudetendeutsche Pressedienst informiert

Der Sudetendeutsche Pressedienst der SLÖ informiert am 4.12.2009:

 

Das vom Bund der Vertriebenen (BdV) und maßgeblich von dessen Präsidentin MdB Erika Steinbach (CDU) und dem verstorbenen sudetendeutschen SPD-Politiker Peter Glotz mit initiierte „Zentrum gegen Vertreibungen“ in Berlin, das in einem gesamteuropäischen Kontext auch die Vertreibungsschicksale anderer Ethnien dokumentiert, trägt damit ein deutliches Zeichen der Versöhnung in sich. Ein Anliegen, dem sich auch die Mehrheit der sudetendeutschen Heimatvertriebenen in Österreich verbunden sieht. Daher registrieren wir mit Unverständnis eine offensichtlich aus innerpolitischen Gründen instrumentalisierte polnische Diskreditierungskampagne, die bedauerlicherweise auch von Teilen der deutschen Öffentlichkeit und Politik aufgegriffen wird.

 


Gerichtet gegen die Repräsentantin eines demokratischen Verbandes und dessen Recht, seinen Beiratssitz autonom zu besetzen. Bei anderen Opfergruppen in Deutschland würde ein Aufschrei über eine derartige Zumutung in den Medien losbrechen – bei deutschen Landsleuten aber nicht!

Die vollzogene Anerkennung der Oder-Neiße Grenze wird vom BdV demokratisch respektiert. So entlarvt sich der Rekurs auf während des politischen Meinungsbildungsprozesses vor über zwanzig Jahren dazu geäußerte Ansichten als angeblich unüberwindlicher polnischer Vorbehalt für einen Beiratssitz der BdV-Präsidentin als vordergründiges Alibi-Argument. 

„Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist auch daran zu erinnern, dass er nicht in Polen sondern in Deutschland gewählt wird. Der Kredit, den er bei der letzten Wahl von den deutschen Wählern erhalten hat, ist schnell verspielt“, meint abschließend Gerhard Zeihsel, der Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ).

 

 

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