Reichenberg: Die Wittig-Baude

Reichenberg: Die Wittig-Baude

 

Die Wittig-Baude (Smědava), so wie wir sie auf diesem Foto (unten) sehen, hat sich, wie diese Gegend überhaupt, stark verändert. Das Gebirge ist Opfer giftiger Immissionen geworden, die Baude wurde mehrmals umgebaut. Erwähnt wird sie schon 1814, da weideten dort – bis ins 20. Jahrhundert – noch Kühe der Häusler, die dort oben siedelten. 1910 wurde gegenüber der Baude ein Jagdschlösschen erbaut und seit 1905 wurden von dort hinunter nach Weißbach jahraus-jahrein Rodelwettkämpfe ausgetragen. 1932 wurde die Baude ein Raub der Flammen und 1969 fiel auch das Clam-Gallas´sche Jagdschlöschen den Flammen zum Opfer. Ungefähr 1937 sah die Baude so aus, wir sie hier sehen. Einen interessanten Unterschied gab es aller­dings doch : gegenüber der Baude war eine Tankstelle. 

2007 2 wittigbaude

Das Wittighaus war Kreuzung auf den Wegen nach Klein-Iser, an die Darre-Talsperre und die Tafelfichte, dem höchsten Berg des Isergebirges auf böhmischer Seite (1124m).

So sah die Hütte mit dem Aussichtsturm aus, die 1892 von dem Zimmermann Franz Fritsch erbaut wurde, der dann gleich als Wirt dort blieb. 1809 soll die Tafelfichte auch von Theodor Körner, dem Dichter und Helden der Freiheitskriege gegen Napoleon bestiegen worden sein, wovon ein kleines Denkmal Zeuge ablegt. 1946 brannte die Baude ab.

 

alt Wittigbaude ca. 1937

 

Quelle: Reichenberger  Heimatkalender 2007

 

 

 

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