Reichenberg – die Stadt der bildenden Künste

Reichenberg kann sich auf dem Gebiete der bildenden Künste mit ähnlichen Städten durchaus messen. Mit Werken sind einheimische und fremde Künstler vertreten.

Eine Auswahl:

Die Kapelle des Schlosses, im Stil der Spätrenaissance nach 1580 geschaffen, übersteigt in ihrer Bedeutung durch ihren hohen kunsthistorischen Wert die Grenzen der Stadt. Erbaut wurde sie auf Anordnung Katharina von Redern von Johann Arkon aus Zittau. Das hervorragende Niveau der handwerklichen Arbeitendes Interiers läßt eindeutig den Schluß zu, dass hier fremde Künstler am Werk waren, da Reichenberg zu dieser Zeit solche Meister nicht aufweisen konnte.

Ähnlich bedeutend ist auch das Werk Franz Metzners (1870-1919), der den Brunnen schuf. Nach seiner Vorführung auf der großen Deutsch-böhmischen Ausstellung 1906 wurde er 1925 auf dem Altstädter-Platz zur Zierde des Stadtkerns installiert. Als ,,Verkehrshindernis“ wurde er 1946 demontiert und vernichtet – nicht nur zu unserem Schaden! Die Mariensäule -im Garten der Kreuzkirche- ein weiteres bedeutendes Werk – aus der Werkstatt von Matthias Braun!

Die Malkunst hatte große Vertreter: Jakob Ginzel (1792- 1862), ist als Porträtist und Krippenmaler unübertroffen. Seine 400 Porträts zieren heute noch viele Galerien in Europa, E. Gerhart, der zwar erst mit 31 Jahren nach Reichenberg kam und da Professor an der Staatsgewerbeschule war, schuf einmalige Skulpturen und Statuen (Kaiser Franz Josef l, Johann Liebieg und Turnvater Jahn), die leider nicht mehr existieren.

Von einmaliger Schönheit ist der Vorhang im Stadttheater, geschaffen von Gustav Klimt und Franz Matsch. Einfluss auf das Kunstgeschehen Reichenbergs hatte auch der berühmte Kratzauer Maler Josef von Führich (1700-1775).

04-metzner-brunnen Metznerbrunnen

04-deckblatt

04-kapelle Kapelle

 

 

 

 

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