Preußlers „Das kleine Gespenst“ wird verfilmt

Utl.: Kinderbuchklassiker soll im Herbst 2013 in die Kinos kommen

Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker „Das kleine Gespenst“ wird verfilmt. Anfang der Woche starteten die Dreharbeiten in Sachsen-Anhalt. Im Herbst 2013, pünktlich zu Preußlers 90. Geburtstag, soll der Film in die Kinos kommen, wie das ZDF als Co-Produzent in Mainz mitteilte.

Uwe Ochsenknecht wird als Bürgermeister zu sehen sein, Herbert Knaup spielt den Uhrmachermeister Zifferle. Preußlers Buch wird nach ZDF-Angaben zum ersten Mal verfilmt. Seit seinem Erscheinen 1966 wurde es in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Geboren wurde Otfried Preußler am 20. 10. 1923 im nordböhmischen Reichenberg.
Hier finden sich auch die Wurzeln zu vielen seiner Geschichten.  Schon sein Vater hat ihm die Sagen aus den großen Wäldern zwischen Lausitzer- und Isergebirge nahe gebracht  und die Bindung an seine Heimat war für ihn immer von großer Bedeutung.

Preußler wächst in einem pädagogisch und literarisch geprägten Elternhaus auf. Vater und Mutter waren beide Lehrer, der Vater zudem Schriftleiter in einem Verlag. So bekam er schon früh  Kontakt zu bekannten Schriftstellern und Grafikern, die in seinem gastfreundlichen Elternhaus verkehrten. Schon mit 12 Jahren begann er, kleine Geschichten zu schreiben und mit 15 verdiente er sein erstes Geld mit Illustrationen für eine Zeitung.

Gleich nach dem Abitur wurde Otfried Preußler zum Kriegsdienst eingezogen und geriet 1944 für fünf Jahre in russische Gefangenschaft. Die Erfahrungen in diesen extremen Situationen haben ihn geprägt und er sagt selbst  über diese Zeit:

„Damals bin ich zum Optimisten geworden, denn seither weiß ich, dass der Mensch ein unbeschreiblich zähes, geduldiges und belastbares Wesen ist. Wer lachen kann, und sei es über sich selbst, wird mit bedrohlichen Zeitläufen ungleich besser fertig, als wenn er sich ständig nur bemitleidet. Auch das habe ich im Lager gelernt – und nicht zuletzt deshalb versuche ich mit vielen meiner Geschichten, Kindern möglichst früh Gelegenheit zu geben, sich im Lachen zu üben.“ (aus: Otfried Preußler, Werk und Wirkung)                                            .  
Nach seiner Freilassung 1949 folgt Otfried Preußler seiner vertriebenen Familie, die sich inzwischen im oberbayrischen Haidholzen niedergelassen hat. Von 1953 bis 1970 ist er erst als Lehrer, später als Rektor an einer Schule in Rosenheim tätig. Hier kamen sein erzählerisches und zeichnerisches Talent den Kindern zu Gute, nicht selten hat er seinen  unruhigen Schülern Geschichten erzählt, die er später aufschrieb und veröffentlichte. Sein erstes Buch, Der kleine Wassermann, erschien 1956.  Otfried Preußler hat über 25 Bücher geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden,  und für die er viele Preise und Auszeichnungen erhalten hat.  Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt rund 45 Millionen Exemplare. Seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters.

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Posted in Aktuelles, Aus dem Heimatkreis Reichenberg.

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