NACHRICHTEN AUS DER HEIMAT: April 2013

 

Liebe Heimatfreundinnen und Heimatfreunde, 

der Frühling hat angefangen, hoffentlich wird das Wetter auch gemütlich sein, daß man die Spaziergänge mit Entdeckung der ersten Wunder der Natur genießen kann. Und vielleicht hilft zur guten Laune auch eine Nachricht aus der Heimat, die ich für Sie/Euch regelmäßig vorbereite.

REICHENBERG

– DAS 60. JUBILÄUM DER TECHNISCHE UNIVERSITÄT: Im Februar vor 60 Jahren feierte die 

Reichenberger Technische Universität dieses schöne Jubiläum. Die Stadt Reichenberg hat mit der Universität vor 10 Jahren eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit unterschrieben, und so wird zusammen jeden Monat dieses Jahres eine bis zwei Aktion vorbereitet. Der Höhepunkt wird im Oktober sein, im diesem Termin findet  die Verleihung der ehrlichen Doktorats statt. Die Universität ist Vortsetzer der Maschinenhochschule, die nach der Verordnung der Regierung am 27. Februar 1953 zu funktionieren begann. Das erste Schuljahr haben damals 259 Studenten angetreten. Die Schule hat mit sechs Kathedern angefangen, wo 19 Pädagogen wirkten,  auf einziger Maschinenfakultät und residierte im ehemaligen Gebäude des Gymnasiums F. X. Schalda in der Hálková Straße. Sie hat sich auf die Fachgebiete, die typisch für Nordböhmen waren – die Maschinen-, Textil, Bekleidungs-, Glas- und Keramikindustrie spezialisiert. Im Jahre 1960 hat sich die Schule auf die Maschinen- und Textilfakultät eingeteilt, und so entstand die Maschinen- und Textilhochschule. Allmählich erweiterte sie sich um weitere vier Fakultäten – naturwissenschaftlich-humanistisch und pädagogische, ökonomische, Fakultät der Kunst und Architektur und Fakultät der Mechatronik und interdisziplinären Studien. Damit hat sich auch die Anzahl der Studenten erhöht, für die ein Komplex von sechs Studentenwohnheimblocks im Alt-Harzdorf aufgebaut wurde. Der Bau der Blocks dauerte vom Jahre 1977 bis 1990. 

Am 1. Januar 1995 hat sich die Schule auf die Technische Universität in Reichenberg umgesetzt. In der Gegenwart disponiert sie schon über sechs Fakultäten und zwei Hochschulinstituten. Es bilden sich hier ungefähr 10.000 Studenten aus. Der Unterricht ist zurzeit in einige Gebäude in Reichenberg zerschmettert, der detachierte Arbeitsplatz ist auch in Gablonz an der Neiße, wo die Textilfakultät residiert. Das Richten der Leitung der Universität ist, den Unterricht in einen Campus am Studentenmarkt zu konzentrieren.

   

– DAS FORSCHUNGSINSTITUT DER TEXTILMASCHINEN: Die Produktion wurde am 14. Februar 2013 im neuem Komplex im Gewerbegebiet eröffnet. Es werden hier Maschinen für Textil-, Glas-, Bijouterie, aber auch Autoindustrie erzeugt. Riesige, einige Tonnen schwere Bearbeitungskomplexe und Anlagen für Produktion der Gesundheitstechnik. Das alles wird hier ausgedacht, vorgeschlagen und gleichzeitig erzeugt. Damit hat Reichenberg wiederum die Sage der Forschungs- und Maschinenbaugroßmacht bestätigt. Das Monument der Wissenschaft in der Zone Norden ist ein europäisches Unikat. 

Das Zentrum der Entwicklung der Maschinenbauforschung ist der erste Arbeitsplatz seines Typs in der Tschechischen Republik, das im Rahmen des „Operationsprogramms – Forschung und Entwicklung für Innovationen des Ministeriums für Schulwesen“ entstanden ist. Zu gleicher Zeit wurde hier mit Unterstützung des Ministeriums für Handel und Industrie das Applikationszentrum für Laserbearbeitungsanlagen eröffnet.
Die Zukunft der tschechischen Industrie sehen die Experte im Bereich der Maschinenbauforschung und Erzeugung in klugen Ideen, Verlässlichkeit und schnellen Reaktion auf die Bedürfnisse der Kunden. Die Forschung wird sich vor allem auf die Minderung des energetischen Aufwandes der Maschinen, was nach den Fachmännern Aufgabe für das zukünftige Jahrzehnt sein wird, konzentrieren. Auch der kleinere Einschlag auf die Umwelt und Automatisierung der Erzeugung ist wichtig. Die Erforscher werden erfordert, dass die Maschinen viel exekutiver sein sollen, aber zugleich sollen sie strengen Ansprüchen auf nicht lauten Betrieb und Ökologie entsprechen. Dazu wird nicht nur die Halle dienen, wo die Geräte, Prototype und fertige Maschinen erzeugt und getestet werden, die direkt auf das Ausmaß dem Kunden geschaffen werden, sonder auch Spitzenlaboratorium. Außer Lärm werden hier auch z. B. extreme thermische Bedingungen getestet. In weiterem von vier spitzenausgestatteten Arbeitsplätzen werden nicht nur akustische Parameter des Interieurs des Wagens verfolgt, aber sogar einzelne Teile der Anlagen. Das Objekt ist so konstruiert, dass die Außeneinflüsse das Prüfen nicht im geringstem berühren. Die Laboratorien sind auf speziellen Sohlen und es ist eigentlich ein Bauwerk innerhalb eines Bauwerkes. 

   

– DAS GEFANGENENLAGER AM KÖNIGSBUSCH: Die Briefe der Gefangenen geben das Geheimnis heraus: 

Eduard Anděl borgte dem Nordböhmischen Museum Briefe und Fotografien von den Kriegsgefangenen, die im bisher ungeahnten Gefangenenlager auf dem Königsbusch gefangen gehalten waren. Für die Historiker ist das ein Schatz. Das Material vom Ende des Zweiten Weltkrieges und einigen nachfolgenden Jahren gerat überhaupt erstmals auf die Öffentlichkeit. Die Gefangenen sendeten die Briefe zur Zeit ihrer Gefangenhaltung nach Hause ihren Familien und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Lebensbedingungen der Hauptinhalt in den Briefen war. Alle Umschläge haben einen Übereinstimmenden Empfänger – Eduard Anděl aus Reichenberg. Gerade in seinem Haus haben die Deutschen im Jahre 1942 das Wesen des Gefangenenlagers zu lösen begannen. Auf dem Grundstück der Familie Anděl wurde zuerst ein Lager für die Romas errichtet. Von minimal 130 überlebten nur vier. Erst später haben sie die nächsten Gefangenen ausgewechselt. Franzose, Engländer und Russen. Auf die Zeit, wenn er sie im Geburtshaus sah, erinnert sich auch der Sohn vom Eduard Anděl, der nach seinem Vater den ganzen Namen hat. Als sehr jung hat er sie gesehen, wenn er im Garten neben dem Haus arbeitete. Den Garten haben sie der Familie gelassen. Manchmal konnte man mit den Gefangenen sprechen. Sie waren froh, wenn sie die aktuellen Informationen über den Krieg erfahren konnten. Und auch, dass sie jemand begünstigt. Der Eduard Anděl Senior arbeitete an Dokumentationslandkarten, die heute auch im Archiv des Museums sind. Auf einer sind z. B. ausführlich die Waffen- oder Lebensmittellager eingezeichnet.
 Aber noch zurück zu den Briefen. Ein Teil ist aus der Zeit, als seine Autoren noch im Lager waren. Die übrigen sendeten die ehemaligen Gefangenen an Eduard Anděl erst daraufhin, seitdem sie nach Hause kamen. Und warum? Weil er sie darum selbst gebeten hat. Als die Gefangenen fortgegangen sind, hat er sie mit seinem Vater gebeten, dass sie sich hören lassen. Den Vater hat es sehr interessiert, was für ein weiteres Schicksal sie haben werden. Es meldeten sich viele, hauptsächlich Engländer und Franzosen. Von den Russen selten jemand. Sie wurden zurück nach Russland unter den Schiessgewehren in die Gulagen geführt. 

SCHÖNBORN
Bier auf dem Feuer ist kein Spaß! In Schönborn wird das Bier auf direktem Feuer gekocht. Um den außergewöhnlichen Nass, der auch gut schmeckt, ist großes Interesse. Es wurde damit in der Garage angefangen und jedes Jahr muss man die Minibrauerei mehren. Die kleine Familiäre Minibrauerei steht auf dem frequentierten Radwanderweg erst drei Jahre und in dieser Zeit gewann sie viele Anhänger. Frau Iva Vrbová hat die Brauerei gegründet, als sie die Arbeit der Buchhalterin verlor. Einer von ihren Bekannten war Bierbrauer in Harrachsdorf, und so entstand der Gedanke, das Bier kochen. Damit man Geld spart, wurde entschlossen, das Bier auf offenem Feuer zu kochen. Das ist ein althergebrachter und anspruchsvoller Weg. Die Temperatur während der Erzeugung zu regulieren ist nicht einfach. Um das kümmert sich der Sohn von Frau Vrbová. Die heutigen Bierbrauer arbeiten in automatisierten Produktion und so war nicht wo die Erfahrungen schöpfen. Es dauerte etwa ein Jahr, bis auch die größten Einzelheiten des hiesigen Bieres in Einklang gebracht wurden. Die ersten Sätze waren von 200 Liter. Es wurde mit der Zwölf GALLAS angefangen. Schritten weise wurde die Zehn ANTAL zugegeben und die halbdunkle Elf FLIK. Im „lebendigen“ Bier bleiben auch alle Nährstoffe aus den gebrauchten Rohstoffen. Heute wird schon in 500liter Küche gekocht und am Grundstück des Hauses ist für die Gäste ein Kleingarten und kleinerer Innensitz direkt bei der Küche angewachsen. Die Minibrauerei ist inzwischen vorwiegend eine Saisonangelegenheit. Der Kleingarten ist für 60 Gäste und oft hat man hier keinen Platz. Im Winter wurden Bierfässern aus eigenen Vorräten verkauft. Die Leute bestellen sie für Feier, Stehempfänge oder Sportturniere. Es wird auch das Gasthaus „U kozy“ (Bei der Ziege) am Buschullersdorfer Bergsattel beliefert. Was die Kapazität betrifft, könnte man mehrere Unternehmen zu beliefern schaffen, aber die Gastwirte müssen erst den Mut finden, ihren Gästen die Neuigkeiten anzubieten. 


BERZDORF   
Am Samstag, den 23. Februar 2013, fand in Berzdorf ab 12 Uhr vor der Adalbert-Kirche der Fasching statt. Die Organisation übernahm der Verein der Freunde von Berzdorf.

 

Einen angenehmen Ostermontag mit weiteren schönen Frühlingstagen wünscht allen Heimatfreundinnen und -freunden herzlich Ihre /Euere

Dagmar Neumann.

 

Wir danken für den Hinweis, dass auf Grund technischer Probleme dieser Beitrag nicht freigeschaltet war.

 

 Ältere NAHRICHTEN AUS DER HEIMAT und Kontaktdaten zum Verband der Deutschen finden Sie hier.

 

 

 

 

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