Menschenrechte ohne Grenzen

                                      

W. Nowak, K. Hoffmann, C. Lippert, H. Löffler                                                Blick ins Plenum

 

Geschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bundesverband zu Gast in Stuttgart

Seit 17 Jahren ist es gute Tradition, dass sich die sudetendeutschen Vereinigungen auf Einladung der Sudetendeutschen Landsmannschaft zu einem Gedankenaustausch im Haus der Heimat in Stuttgart treffen. So auch in diesem Herbst. Gastredner Christoph Lippert, seit einigen Monaten Geschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bundesverband e.V. mit Sitz in München, kam und sprach über die Aufgaben der Zukunft.

Bevor er aber seinen Vortrag beginnen konnte wurde Horst Löffler offiziell als Initiator und Organisator der Treffen verabschiedet. Klaus Hoffmann, Landesobmann dankt „Horst Löffler hat die Treffen der sudetendeutschen Vereinigungen in Baden-Württemberg ins Leben gerufen und organisiert. Dafür gebührt ihm unser Dank. Dies ist einmalig und hilft der besseren Vernetzung und des Verständnisses unter den Sudetendeutschen.“ Zukünftig übernimmt Peter Kainz, stellvertretender Landesobmann, die Organisation der Veranstaltungen, so dass die lange Tradition fortgeführt wird.

Über 20 Vertreter der sudetendeutschen Vereinigungen und des Landesvorstandes waren der Einladung gefolgt, um sich mit Christoph Lippert auszutauschen. Garniert mit Episoden aus seinen Erlebnissen im täglichen Leben verstand er es die Zuhörer zu fesseln und sie mit auf die Reise zu nehmen. Dabei spann er geschickt den Bogen von der Geschichte in die Gegenwart und in die Zukunft. Fünf Themenfelder, die er intensiv darlegte sind ihm für die zukünftige Arbeit wichtig.

– Junge Tschechen, denn das Interesse auf tschechischer Seite wächst zunehmend sich mit Fragen der jüngeren deutsch-tschechischen Geschichte auseinanderzusetzen.
– Junge Sudetendeutsche, die sich auf die Suche ihrer Ahnen machen.
– Die achthundertjährige gemeinsame Geschichte inmitten Europas.
– Die deutsche Kultur in den böhmischen Ländern, die eine Bereicherung dort aber auch in heutigen Wohnorten der Heimatvertriebenen darstellt.
– Menschenrechte ohne Grenzen – denn Vertreibungen dürfen auch heute keinen Platz in der Gesellschaft haben.

Als Ziele gab Lippert aus weiter für eine Mitgliedschaft in der Landsmannschaft zu werben, denn die Landsmannschaft ist bis heute in fast allen Bundesländern aktiv und vertritt die Belange aller Landsleute. Damit einhergehend möchte er auch den Verband von innen stärken. Dabei gilt es Heimatgliederung und Gebietsgliederung gleichermaßen zu unterstützen. Schließlich stärkt eine stabile Mitgliederzahl auch die Finanzen und ermöglicht damit sich auch zukünftig auf die oben genannten Themenfelder zu konzentrieren.

Schon jetzt lud Lippert zum Sudetendeutschen Tag 2015 zu Pfingsten nach Augsburg ein, der unter dem Motto „Menschenrechte ohne Grenzen“ stehen wird. 2015 wird das Thema Menschenrecht zentrale Bedeutung für den Sudetendeutschen erlangen und in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt.

Der Sudetendeutsche Tag war denn auch Gegenstand intensiver Diskussion. Daran erkennt man wie wichtig dieser Tag im Selbstverständnis der Sudetendeutschen geworden ist.

Nach Lippert berichtete Landesobmann Klaus Hoffmann über die erfolgreiche Beteiligung an der offerta in Karlsruhe. Er lud die sudetendeutschen Vereinigungen ein sich im nächsten Jahr zu beteiligen. Denn auf diese Weise könne die ganze Vielfalt der Sudetendeutschen einem großen Publikum nahegebracht werden. „Die offerta 2014 hat gezeigt, dass das Thema Menschenrechte und Vertreibungen gerade heute eine große Rolle spielen. Diskussionen am Stand haben dies mehr als verdeutlicht; vor allem unsere Erfahrungen und Kenntnisse sind gefragt.“ Mit dem Versprechen das Angebot einer Beteiligung wohlwollend in ihren jeweiligen Gremien zu diskutieren verabschiedeten sich die Anwesenden in die bevorstehende Adventszeit.

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