Großer Sudetendeutscher Kulturpreis 2012 an Prof. Roland Zdeněk Bulirsch

 iefceabh

 Der 1932 in Reichenberg geborene und in Maffersdorf-Neurode aufgewachsene Prof. Roland Zdeněk Bulirsch erhält den von der Sudetendeutschen Stiftung und dem Freistaat Bayern gestifteten Großen Sudetendeutschen Kulturpreis 2012. Die Jury würdigt damit seine wissenschaftlichen Leistungen vor allem auf den Gebieten der Extrapolationsverfahren, Mehrzielmethoden sowie mathematischen Aspekten der Hochtechnologiem sowie seiner Verbundenheit zu seiner sudetendeutschen Heimatstadt Reichenberg/Liberec, die ihn zum ersten deutschen Ehrendoktor ernannte.

 Nach dem Krieg begann Roland Bulirsch als Maschinenschlosser bei den Siemens-Schuckertwerken in Nürnberg wo er von 1947 bis 1954 tätig war. Nach dem Abitur studierte Mathematik und Physik an der Technischen Hochschule München, der heutigen Technischen Universität München. 
 1961 promovierte er zum Dr. rer. nat., 1966 folgte die Habilitation. Von 1967 bis 1969 war er Associate Professor an der University of California in San Diego, 1969 wurde er zum ordentlichen Professor für Angewandte Mathematik an die Universität zu Köln berufen. Von dort wechslete er 1973 wieder an seine Ausbildungsuniversität an die TU München. Dort erhielt er die Professur für Höhere und Numerische Mathematik. Wiederholte Male war er Visiting Professor an der University of California und an der Universidad de Costa Rica. Von 1998 bis 2001 war er Senator der TU München. Im Jahre 2002 wurde er emeritiert.

Seine wissenschaftliche Arbeit resultierte unter anderem in Fortschritten in Extrapolationsverfahren, Mehrzielmethoden sowie mathematischen Aspekten der Hochtechnologie.

Roland Bulirsch ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Für seine Arbeit und seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er ist Ehrendoktor der Universiät Hamburg, der Technischen Universität Reichenberg/Liberec, der Nationalen Technischen Hochschule Athen sowie der Universität Viên Toán Hoc, Hanoi. 1997 wurde er mit der Verdienstmedaille der Union tschechischer Mathematiker und Physiker geehrt sowie mit der Gedenkmedaille der Karls-Universität Prag. Weitere Ehrungen waren 1998 der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst und 1999 die Liebig-Denkmünze, die höchste Auszeichnung des Heimatkreises Reichenberg. Im Jahr 1999 wurde erbenfalls in die Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.

„Ich freue mich für unseren treuen Heimatfreund Roland Bulirsch über diese hohe Auszeichnung, die er mehr als verdient hat. Roland Bulirsch hat den Namen seiner Heimatstadt durch sein Wirken in der ganzen Welt hervorragend vertreten und ist mit der Verleihung des Großen Sudetendeutschen Kulturpreises in die Fußstapfen bedeutender Sudetendeutscher getreten“, sagt Klaus Hoffmann, Vorsitzender des Heimatkreises Reichenberg.

 

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