Böhmisch Aicha

Heimatstelle Böhmisch Aicha

Gemeindebetreuer:
Rainer Endler

Die Gründung Böhmisch-Aichas reicht bis ins Jahr 1115 zurück. 1140 entstand an seiner Stelle ein Jagdschloß des Herzogs Jaromir. Eine Niederlassung der Johanniter ist Keimzelle von Böhmisch-Aicha, das auf silbernem Grund eine Eiche im Wappen führt.

Bis ins Jahr 1525 können die Namen der Bürgermeister zurückverfolgt werden. Die Stadtentwicklung sieht im Jahr 1806 eine Einwohnerzahl von 1119, die bis 1890 auf 2652 anwächst. Bemerkenswert hierbei ist, dass in den Jahren von 1880 bis 1890 ein starker Zuzug tschechischer Bürger erfolgte. Denn 1890 wurden 945 tscheschische Einwohner gezählt. Im Jahr 1930 zählte man 3429 Einwohner, davon 2397 tschechische.

Kaiser Karl IV weilte 1357 in Aicha und stellte 2 Urkunden aus und 1778 besuchte Kaiser Josef II die Stadt.

Die Kriegsverluste des Ersten Weltkriegs sind nicht mehr festzustellen. Nach dem Krieg ist jedoch feststellbar, dass sich die bisdahin zusammenlebenden Deutschen und Tschechen auseinanderlebten. Man entfremdete sich. Eine neue Situation brachte das Jahr 1938. Die Begeisterung ging soweit, dass der Ortsname in „Deutsch-Eiche“ umgewandelt wurde. Leider ist in der Folgezeit aber auch darüber zu berichten, dass ein jüdischer Mitbürger von der Gestapo abgeführt wurde. Ab Februar 1945 brachen Kriegswirren über Böhmisch-Aicha herein. Kriegstote und Opfer der Vertreibung wurden schließlich 60 Bewohner.

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