Augsburg: Kulturpreis für Wissenschaft an Em. Univ. Prof. Dr. Hans Helmut Hiebel

em . Prof. Hans Hiebel

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Augsburg: Sudetendeutsche Landsmannschaft vergibt Kulturpreis für Wissenschaft an den in Reichenberg geborenen em. Univ. Prof. Dr. Hans Helmut Hiebel.

Alljährlich verleiht die Sudetendeutsche Stiftung am Vorabend zum Sudetendeutschen Tag ihre Kulturpreise. Gefördert werden die Preise durch den Bayerischen Staat. Weltbekannte Forscher, Erfinder, Schriftsteller und Dichter und Wissenschaftler stammen aus dem Sudetenland oder haben dort ihre familiären Wurzeln. Ferdinand Porsche, Johannes von Saaz, Willibald Gluck, und Ernst Mach um nur einige zu nennen sind sudetendeutscher Herkunft. Heute sind in dieser Linie bekannte Persönlichkeiten wie der Entertainer Harald Schmidt, der Schriftsteller Hellmuth Karasek, der Fußballer Phillip Lahm oder die Schauspielerin Franziska Weisz zu nennen.

Die Sudetendeutsche Stiftung vergibt daher jährlich Kulturpreise, um diese große Tradition fortzuführen.

Die Preise gliedern sich in den großen Sudetendeutscher Kulturpreis für eine bedeutende Lebensleistung und weitere fünf Kulturpreise für Literatur, Musik, bildende Kunst und Architektur, darstellende und ausübende Kunst sowie für Wissenschaft. Zur Förderung und Unterstützung des Nachwuchses werden sechs kulturelle Förderpreise für die Verdienste um die Erhaltung und Weiterenwicklung des sudetendeutschen Brauchtums verliehen.

In diesem Jahr wird der Sudetendeutsche Kulturpreis für Wissenschaften an den 1941 in Reichenberg/Liberec geborenen em. Univ. Prof. Dr. Hans Helmut Hiebel verliehen.

Hans Hiebel studierte Germanistik und Anglistik in Erlangen und Brighton. Nach Promotion und Habilitation folgten Stationen in Erlangen, Gießen und Brighton, bevor ihn ein Ruf an die Universität in Graz ereilte, wo er bis zum Jahr 2011 lehrte. Von seinen frühen wissenschaftlichen Studien an wird sein ganzes wissenschaftliches Œuvre von der Auffassung durchzogen, dass ein Werk in erster Linie aus sich selbst heraus betrachtet werden muss und nicht zur Bestätigung theoretischer Ansätze dienen soll, wie beispielsweise solcher von Philosophie und Psychoanalyse. Seit seiner Emeritierung widmet er sich wieder praktisch, nicht nur lehrend, der Literatur und verfasst selbst Gedichte, Romane und zwei Bände seiner Biographie.

Im Jahr 2010 erschien sein Roman „Und keine Wiederkehr: Eine längere Geschichte“ in der er seine Kindheits- und Jugenderinnerungen aufarbeitet.

Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festlichen Abends am 6. Juni im Goldenen Saal der Stadt Augsburg statt. Damit empfängt Hans Hiebel den Preis in der Stadt, die 1955 die Patenschaft über die aus der Stadt und dem Landkreis Reichenberg vertriebenen Deutschen übernahm.

„Ich freue mich sehr über die Verleihung des Kulturpreises für Wissenschaften an Prof. Hans Hiebel. Damit wird ein verdienter Sohn Reichenbergs ausgezeichnet. Er setzt damit das Erbe bedeutender Wissenschaftler aus Reichenberg/Liberec in Nordböhmen fort. Ich gratuliere herzlich im Namen des Heimatkreises Reichenberg“, sagt Klaus Hoffmann, Vorsitzender des Heimatkreises Reichenberg, mit Sitz in Augsburg.

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