20. August 1968 – Ein schwarzer Tag in der Geschichte Reichenbergs /Liberec

Der 20. August 1968 ist wohl einer der schwärzesten Tage in der Geschichte der Stadt Reichenberg/Liberec. Der Prager Frühling, ein Hoffnungsschimmer ausgelöst durch Parteichef Alexander Dubcek, wurde durch Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes gewaltsam erstickt.

300.000 Soldaten und 5000 Panzer und Fahrzeuge waren in das ganze Land eingefallen. Die Bürger setzten sich zur Wehr. Sie übermalten Straßenschilder und verdrehten sie, um den Soldaten die Orientierung zu nehmen. Rund 500 Toten gilt es seither zu gedenken. Auch in Reichenberg/Liberec gab es Tote. 

Am Ende siegte die Gewalt. Die Reformbemühungen in der Tschechoslowakei wurden erstickt. Erst 1989 kam es zur Wende.

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